Fellwechsel - und jetzt?


Die Tage werden wieder länger- und damit beginnt bei unseren Pferden wieder die Zeit des Fellwechsels!

Das heisst - eigentlich hat er schon vor einer Weile begonnen….oft unbemerkt, wenn der Frühling für uns noch in weiter Ferne liegt!

Ausgelöst wird das „Startsignal“ zum Fellwechsel zum einen durch die Tageslichtlänge, zum anderen aber auch durch die Temperaturen, resp. durch Kältereize.

Der Übergang von Winterfell auf Sommerfell dauert um einiges länger, als der Wechsel von Sommer- auf Winterfell.

In dieser Zeit arbeiten Körper und Stoffwechsel auf Hochtouren- daher kann es auch vorkommen, dass das Pferd etwas matter ist als sonst, wenig Lust hat zum Arbeiten, Probleme mit Haut und Fell bekommt (kahle Stellen, mattes Fell, schuppiges Fell, …) oder an Gewicht verliert. Auch die Funktion des Immunsystems kann jetzt eingeschränkt und die Infektanfälligkeit somit erhöht sein.

Wie können wir unser Pferd denn dabei bestmöglich unterstützen?

Für die Produktion von neuem Fell werden Baustoffe benötigt. Dies sind vor allem hochwertige Aminosäuren (Bausteine für Proteine), sowie Omega-3-Fettsäuren. Letztere sind reichlich in frischem Gras vorhanden. Da aber viele Pferde in der Winterzeit keinen oder kaum Weidegang haben und das Gras nicht in seiner vegetativen Periode ist, kann es hier schon mal zu Mängeln kommen. Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren kann sich z.B. in einer mangelnden Haut-und Hufelastizität äussern. Ebenso wird durch einen Mangel, die Fliessfähigkeit des Blutes eingeschränkt und die Nervenzellen können nicht richtig arbeiten.

Gute Lieferanten für Omega-3-Fettsäuren sind zum Beispiel Leinöl, Nachtkerzenöl, Borretschöl und Hanföl. Persönlich bin ich kein Fan von Öl-Gaben beim Pferd. Deswegen bevorzuge ich die Samen-Form. Also Hanfsamen, Nachtkerzensamen, Leinsamen, etc… .

Lesen Sie hierzu den Artikel über die Ölfütterung!

Im Fellwechsel steigt aber auch der Bedarf an gewissen Nährstoffen- allen voran Zink!

Zink ist unter anderem an der Bildung von Keratin (Hauptbestandteil der Haare) beteiligt und fördert die Zellteilung und das Haarwachstum. Zink spielt auch eine Rolle bei Entgiftungsprozessen und ist wichtig für ein funktionierendes Immunsystem!

Aber auch eine ausreichende Versorgung mit Kupfer, Selen, Mangan und Schwefel, B-Vitaminen (Folsäure und Biotin), sowie Magnesium, Silizium und Vitamin E ist für einen problemlosen Ablauf des Fellwechsels wichtig.

In der Übergangszeit von Winter auf Frühjahr empfehle ich zusätzlich eine Entgiftungskur der Leber durchzuführen und die Nieren zu unterstützen.

Warum? In den Wintermonaten fressen Pferde oft vorwiegend Heu und Stroh- eine gewisse Schimmelpilzkontamination kann dabei selten umgangen werden und ist oft nicht einmal sichtbar. Auch Wurmkuren, Impfungen und allfällige Medikamentengaben belasten die Entgiftungsorgane und sind richtige „Nährstoffräuber“. Deshalb macht eine Entgiftungskur von Zeit zu Zeit einfach Sinn.

Es gibt dabei verschiedenen Möglichkeiten- sei dies mit Homöopathie, mit Zeolith/Klinoptilolith (dazu gibt es einen separaten Beitrag) oder auch mit Kräutern. Lassen Sie sich hier beraten, welche Variante für Ihr Pferd am Besten geeignet ist.

Kräuter welche die Nieren- und Leberfunktion, sowie die Blutreinigung unterstützen sind z.B. Brennnessel, Löwenzahn, Goldrute, Birkenblätter, Weissdorn (regt die Durchblutung an), Klebkraut (gut für Haut & Fell, regt das Lymphsystem an), Mariendistel (gut für die Leber, jedoch Vorsicht bei bereits vorhandenen Entgiftungsstörungen!), usw.

Nun wünsche ich einen guten Start in den hoffentlich bald nahenden Frühling und Ihren Pferden einen problemlosen Fellwechsel!

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